Samstag, 9. September 2017

Drei WM-Titel für Mona Sing in China

Winnender Skater bei den Roller Games World Championships in China sehr erfolgreich

Mona Sing ist mit Top-Läufen zur erfolgreichsten Sportlerin bei den Weltmeisterschaften der Rollsportler in Nanjing (China) geworden. Sie gewann alle Inline-Alpin-Wettbewerbe bei den Frauen: Slalom, Riesenslalom und Kombination. Noah Sing platzierte sich mit je zwei fünften Rängen im Slalom und in der Kombination der Männer hervorragend.  
Noah und Mona Sing an der Rennstrecke im Nanjing Jubaoshan Sports Park, Slalom 02.09.2017, Bild: Heller. 

Mona Sing und Noah Sing von der SV Winnenden sind bei den Roller Games World Championships in der Sechsmillionen-Stadt Nanjing, 300 km westlich von Shanghai, für die Deutsche Inline Alpin Nationalmannschaft gestartet. Die Roller Games wurden zum ersten Mal in der Geschichte des Rollsports ausgetragen. Über 4000 Athleten aus über 60 Ländern nahmen teil. Eine der hierbei ausgetragenen zehn Rollsportdisziplinen war Inline Alpin Skating. An vier Wettkampftagen wurde ein Slalom, ein Riesentorlauf, ein Kombinationswettbewerb und ein Teamwettbewerb durchgeführt.

Vier Tage vor Wettkampfbeginn sind Mona und Noah Sing mit neun weiteren Sportlern der Inline-Alpin Nationalmannschaft nach China gereist und haben sich auf die Wettbewerbe vorbereitet.
Mona Sing, Abreise Frankfurt Flughafen, 28.08.2017, Bild: Heller. 

Bei einem Training auf der Rennstrecke im Nanjing Jubaoshan Sports Park, sah es für die Winnender Skater zunächst nicht gut aus. Mona Sing stürzte im fast 13 Prozent steilen Mittelteil der schwierigen Strecke, wo eine S-Kurve durchfahren werden musste. Auch Noah Sing kam im Training nicht fehlerfrei durch diese Passage.

Doch am ersten Wettkampftag lief es besser. Mit zwei technisch sauberen Läufen holte Noah Sing den fünften Platz im Slalom. Mona Sing freute sich nach dem ersten Durchgang über Platz zwei, mit nur 14 hundertstel Sekunden Rückstand auf die Weltranglistenerste Claudia Wittmann vom FC Chammünster. Im zweiten Lauf fühlte Sing sich noch sicherer, legte Bestzeit vor und konnte mit einem Hauch von einer hundertstel Sekunde Vorsprung, in der Summe beider Durchgänge, den Gewinn ihrer ersten Goldmedaille feiern.

Am nächsten Tag, beim Riesentorlauf, waren die Abstände deutlicher. Es regnete, der nasse Belag und die kurvenreiche, teilweise steile und rutschige Strecke waren eine echte Herausforderung, die das ganze Können der Läufer abverlangten. Einige Rennläufer schieden aus. Mona Sing jedoch zeigte im ersten Durchgang einen Traumlauf und gewann nach einem sicher gefahrenen zweiten Durchgang mit einem Vorsprung von insgesamt 0.7 Sekunden ihre zweite Goldmedaille. Noah Sing hatte Pech. Während seinem Lauf zum ersten Durchgang regnete es besonders stark, die Sicht war schlecht. Trotzdem war Sing schnell, hatte im unteren Teil der Strecke einen kleinen Fehler fuhr hierdurch am Tor vorbei und schied aus.

Überragend: Mona Sing, hier beim Riesenslalom, 03.09.2017, Bild: Börsig 

Am dritten Wettkampftag wurde als Novum ein Kombinationswettbewerb (erster Durchgang Slalom, zweiter Durchgang Riesenslalom) als Ersatz für den geplanten Parallelslalom ausgetragen. Aufgrund der von den Chinesen auf die Straße gestellte Absperrung wurde die Strecke für den Parallelslalom zu schmal. Es war wieder nass. Mona Sing zeigte ihr ganzes Können. Souverän gewann sie sowohl den Slalom im ersten Durchgang, als auch den Riesenslalom im zweiten Durchgang. Mit einem Vorsprung von über zwei Sekunden holte sie die dritte Goldmedaille.

Bei den Männern waren die Zeitabstände deutlich geringer. Noah Sing lag nach dem Slalom auf Platz vier. Nach dem Riesenslalom landete er, als zweitbester deutscher Teilnehmer, mit sieben hundertstel Sekunden Rückstand auf den Goldmedaillengewinner im Slalom, dem lettischen Profi-Skirennsportler Kristaps Zvejnieks, auf einem guten fünften Platz.
Noah Sing beim Riesenslalom im Kombinationswettbewerb, 04.09.2017, Bild: http://2017.njrollersports.org 

Das „Abenteuer China“ hat sich für die Winnender Skater gelohnt. Aber auch ohne Medaillen war die Reise nach China ein unvergessliches Erlebnis. Wichtig war den Winnendern und ihren Kameraden vom Nationalteam ihre Sportart populärer zu machen. Auch der Weltrollsportverband spricht nach 15 Wettkampftagen zufrieden von einem tollen Ereignis, welches 2019 in Barcelona wiederholt werden soll.

Im Medaillenspiegel der Roller Games World Championships landete Deutschland mit insgesamt 10 Goldmedaillen auf Platz 4 (1. Kolumbien, 2. Italien, 3. Frankreich, 4. Deutschland, 5. China, 6. USA, …).

Bilder von den World Raller Games 2017 in Nanjing gibt es hier:
und hier ein Video: Interview von Powerslide ...

... mit Läufen vom Slalom Kombiwettbewerb

Dienstag, 15. August 2017

Mona Sing ist Europameisterin im Parallelslalom

Kraftvoll ins Ziel: Mona Sing (links) holte sich in Spanien den EM-Titel,12.08.2017

An drei Renntagen sind in Spanien die Europameisterschaften im Inline-Alpin-Parallelslalom, -Slalom und ein Weltcuprennen ausgerichtet worden. Mona Sing (SV Winnenden) gewann den Titel im Parallelslalom, ihr Bruder Noah belegte Platz vier. Gute Ergebnisse feierten die Geschwister auch im EM-Slalom mit dem Vizemeistertitel für Mona und Platz sieben für Noah.

Die Rennen fanden mitten in Villablino bei Leon in den kantabrischen Kordilleren statt. Der ortsansässige Skiclub glänzte mit zahlreichen freiwilligen Helfern als hervorragender Ausrichter. Fernsehteams und Reporter waren vor Ort und übertrugen die kompletten Rennen live übers Internet. 169 Starter aus acht Nationen waren zu den Titelrennen angereist, zahlreiche Zuschauer säumten die Rennstrecke und sorgten bei besten Wetterbedingungen für eine tolle Atmosphäre.
 
Der Parallelslalom wurde publikumswirksam inszeniert. Frühmorgens mussten sich in einem Vorlauf die 16 schnellsten Läufer je Altersklasse für das Achtelfinale qualifizieren und traten anschließend im K.o.-System in je zwei Durchgängen im Parallelslalom gegeneinander an. Zur besten Sendezeit zwischen 18 und 20.30 Uhr wurden die Finalläufe ausgetragen.

Nachdem Mona Sing im Vorlauf die klare Bestzeit aller Frauen gefahren war, hatte sie im Achtelfinale gegen die Lettin Iva Meldere noch leichtes Spiel. Doch bereits im nächsten Rennen traf sie auf ihre Nationalteam-Kameradin, die Weltranglistenzweite Manuela Schmohl vom SC Unterensingen. Mit zwei knappen Siegen kam Sing weiter. Im Halbfinale musste sie gegen ihre nächste Teamkameradin, die Weltranglistenerste Claudia Wittmann vom FC Chammünster, antreten. Auch diesen Zweikampf entschied das Energiebündel von der SV Winnenden für sich. Das Finale gewann Mona Sing gegen Gabriela Kudelaskova vom tschechischem Team relativ klar.

Noah Sing kämpfte sich mit zwei Siegen ins Halbfinale und traf dort auf den späteren Europameister Miks Zvejnieks aus Lettland. Das Rennen war schon im ersten Durchgang entschieden: Sing rutschte beim Start, kam zu spät aus der Rampe und verlor den ersten Lauf mit über drei Toren Unterschied.

Trotz einer Adduktorenzerrung trat er im kleinen Finale um Platz drei gegen den Italiener Massimiliano Losio an. Mit diesem lief er vom Start bis ins Ziel nahezu synchron. Mit wenigen Hundertstel Sekunden Vorsprung entschied der Italiener diesen Kampf für sich. Die Zuschauer waren von diesem Rennen begeistert.

Noah Sing verlor im kleinen Finale um Platz drei nur knapp, 12.08.2017

Im Weltcuprennen schied Noah Sing durch Torfehler aus, Mona Sing kam auf den hervorragenden zweiten Rang.

Zur Bildergallerie EM 2017 Villablino.

Und hier ein Video mit Szenen aus 2016.

Freitag, 28. Juli 2017

Winnender Skater starten in China

Montage: Mona und Noah Sing vor Stadtkulisse Nanjing (China)

Mona und Noah Sing von der SV Winnenden starten im September für die deutsche Inline-Alpin-Nationalmannschaft bei den World Roller Games in Nanjing (China). Diese Spiele werden zum ersten Mal ausgetragen. Rund 4000 Sportler aus 50 Nationen werden erwartet. „Vielleicht bringen die Spiele der Sportart mehr Popularität“, meint Noah Sing. Eine Chance auf eine Medaille rechnet er sich nicht aus, da die weltbesten Sportler teilnehmen werden. Seine Schwester Mona dagegen befindet sich in sehr guter Form und hofft, in die Medaillenränge fahren zu können.

Mittwoch, 12. Juli 2017

Mona Sing feiert Gesamtsieg

Deutscher Inline-Alpin-Cup, Finalrennen in Arrach

Nächster Erfolg für Mona Sing: Gesamtsieg im Deutschen Inline-Alpin-Cup. 
 
Mona Sing von der SV Winnenden hat den Gesamtsieg beim Deutschen Inline-Alpin-Cup (DIAC) geholt. Beim letzten von vier Rennen in Arrach machte sie mit einem Sieg den Gesamterfolg perfekt. 

In Arrach im Bayerischen Wald wurde vom Deutschen Rollsport- und Inline-Verband (DRIV) das letzte Rennen (von vieren) zur Wertung des DIAC 2017 ausgerichtet. Es wurde spannend, denn vier Frauen hatten noch eine theoretische Chance auf den Gesamtsieg.

Der erste Lauf war auf einer relativ flachen Strecke sehr flüssig gesteckt. Mona Sing zeigte einen fulminanten Slalom, setzte an den richtigen Stellen kraftvolle Schritte und fuhr einen sehr deutlichen Vorsprung heraus. Für den zweiten Durchgang wurden die Slalomstangen so platziert, dass nur ein langsamer, sehr „drehender“ Slalom möglich war. Mona Sing kam mit diesem Lauf zwar nicht optimal zurecht, schaffte aber die zweitbeste Laufzeit und damit in der Summe beider Durchgänge den Gewinn des Finalrennens.

Favoritin Wanzke vom DAV Neu-Ulm schied durch einen Torfehler im zweiten Durchgang auf Position drei liegend aus. Damit feierte die Winnender Skaterin neben dem Gewinn des Finalrennens auch den Gesamtsieg im DIAC.

Teamkameradin Alexa Brust konnte nur einmal innerhalb der Rennserie starten – im Heimrennen in Winnenden – und landete in der Gesamtwertung auf Rang 16. Noah Sing schaffte es noch auf Platz zehn. Auch er war nicht in allen Rennen dabei. 

Weitere Bilder.

Mittwoch, 5. Juli 2017

Besonderer Erfolg für Mona Sing

Erfolg im Kitzbühel des Inlinesports

Ein besonderer Erfolg ist Mona Sing (SV Winnenden) in Oedheim bei Heilbronn gelungen. Sie gewann den Wanderpokal im Rennen des TSV Degmarn, das im Bereich Inline-Alpin die Bedeutung der Abfahrt in Kitzbühel im Skisport hat. Teamkameradin Alexa Brust wurde Fünfte bei den Juniorinnen U 18.
Mona Sing steht ganz oben auf dem Siegertreppchen.

180 Starter nahmen teil. Mona Sing patzte zwar am ersten Renntag zum Internationalen Inline-Cup, schaffte es aber trotz Sturzes noch in das Finalrennen und dort auf Rang drei. Am zweiten Renntag, im Rennen um den Michael-Sandel-Wanderpokal, gelangen ihr jedoch zwei fehlerfreie Läufe. Nach dem ersten Durchgang lag sie auf Platz zwei, nur 0,21 Sekunden hinter Ann-Krystina Wanzke vom DAV Neu-Ulm.

Große Spannung vor Lauf zwei 

Weitere Läuferinnen folgten in ähnlich knappen Abständen, so dass der zweite Lauf große Spannung versprach. Als vorletzte Läuferin fuhr Mona Sing mit einem erstklassigen Lauf absolute Bestzeit, fast eine Sekunde schneller als die bis dahin schnellste Läuferin. Wanzke konnte diese Zeit nicht mehr unterbieten und blieb mit 0,42 Sekunden zurück. So konnte sich Sing über den Gesamtsieg und als zeitschnellste weibliche Läuferin über den Gewinn des Michael-Sandel-Wanderpokals freuen.

Teampartnerin Alexa Brust wurde Fünfte bei den Juniorinnen U 18. Ein gutes Ergebnis für die junge Läuferin im vorderen Drittel der U 18, da sie derzeit nur wenig trainieren kann.

Mittwoch, 28. Juni 2017

Spektakuläres Rennen

Weltcuprennen in Jirkov 
 
Beim dritten Rennen um den Inline-Alpin-Weltcup hat Mona Sing von der SV Winnenden in Jirkov, etwa 100 Kilometer nordwestlich von Prag, den fünften Platz erzielt.
Konzentriert beim Start, Mona Sing, SV Winnenden

Nach dem ersten, vom tschechischem Trainer gesetzten Durchgang lag Mona Sing von der SV Winnenden auf dem aussichtsreichen dritten Platz. Die Besonderheit der Rennstrecke in Jirkov war, dass die Straße eine Haarnadelkurve hatte und die Rennläufer diese Schlüsselstelle mit möglichst hoher Geschwindigkeit in einer 180- Grad-Wende nehmen mussten. Die meisten Zuschauer hatten sich an dieser Stelle platziert und sahen dort auch spektakuläre Aktionen der Rennläufer.

Der zweite Lauf wurde von den Spaniern gesetzt. Mona Sing ging als drittletzte Starterin volles Risiko, zeigte einen hervorragenden Start und kam dynamisch und mit hohem Tempo in die Kurve. Dort hielten die Rollen der Inlineskates der Querbeschleunigung nicht stand und sie driftete wie ein Skiläufer im Schnee – allerdings auf dem Asphalt – um die Kurve.

Ein Raunen ging durch die Zuschauermenge, als sie während des Rutschens Schritte setzte und ihr Rennen ohne Sturz und allzu großen Zeitverlust fortsetzen konnte.

Am Ende reichte es für Mona Sing in der Summe beider Läufe für den hervorragenden fünften Platz.
Am Start in Jirkov, die Mädels von der Deutschen Inline Alpin Nationalmannschaft
 
Video von Monas Kurvendrift:

Mittwoch, 14. Juni 2017

Erfolg beim Weltcup-Rennen in Warschau

Mona Sing auf Rang zwei im Alpin-Slalom

Zum ersten Mal ist ein Weltcup-Rennen im Alpin-Slalom in Polen ausgetragen worden. Mona Sing von der SV Winnenden fuhr in Warschau auf Platz zwei. Ihr Bruder Noah Sing wurde Zehnter.


Das Rennen wurde unter besten Wetterbedingungen auf der Agrykola-Straße im historischen Lazienski-Park, mitten in Warschau ausgetragen. Mit 55 Kippstangen auf über 400 Metern Länge war es das längste Rennen, das jemals im Weltcup stattgefunden hat. Eine echte Herausforderung.

116 Inline-Sportler aus neun Nationen waren angereist, um Weltcup Punkte zu sammeln. Darunter zwei Läufer von der SV Winnenden, die für die deutsche Nationalmannschaft starteten. Mona Sing präsentierte sich in herausragender Form und erreichte in der Summe beider Läufe, mit nur 0,17 Sekunden Rückstand, Platz zwei. Noah Sing kam mit der langen Strecke, vor allem mit dem mit sehr langen Abständen gesteckten zweiten Lauf, nicht gut zurecht und landete bei den Männern auf dem zehnten Platz, mit dem er bei der Siegerzeremonie zum Weltcuprennen noch geehrt wurde.

Zur Bildergalerie.

Video Inline Alpin Slalom in Warschau: